„Flüchtlinge auf dem Balkan Kein Wasser, kein Strom, keine Heizung, kein Essen“

Bosnien – Jetzt droht der Kältetod – Was geschieht da in Europa 2019, im Namen der Politik?…

Update 10. November 2019

Neuigkeiten aus Bosnien

„SARAJEVO taz | Der Winter ist da, und die Migranten, die auf der Balkanroute gestrandet sind, sehen sich einer menschenunwürdigen, katastrophalen Lage ausgesetzt.
Es gibt schon die ersten Kältetoten. So hat die Flucht eines 20-jährigen Syrers in einem Wald in Slowenien ein tragisches Ende gefunden. Der völlig entkräftete und unterkühlte junge Mann starb vor wenigen Tagen, obwohl es ihm noch gelungen war, Verwandte in Deutschland zu verständigen.
Er hatte es geschafft, von Bosnien aus über die kroatische Grenze nach Slowenien zu gelangen.

Migrants wait for blankets and clothes donation at the Vucjak camp near Bihac, Bosnia and Herzegovina, October 30, 2019. REUTERS/Marko Djurica SEARCH „BIHAC CAMP“ FOR THIS STORY. SEARCH „WIDER IMAGE“ FOR ALL STORIES.

7.000 Migranten im bosnischen Bihać wollen dies auch tun, vor allem jene, die sich noch in dem berüchtigten, auf einer Müllhalde errichteten Lager Vučjak befinden.

Die rund 800 Männer in dem Zeltlager werden seit zwei Wochen nicht mehr mit Essen versorgt, die notdürftige medizinische Versorgung ist zusammengebrochen, nachdem die örtlichen Autoritäten ausländischen Helfern unter Strafandrohung die Arbeit untersagt hatten.

Die Zelte im Lager sind nicht heizbar. Es gibt keine sanitären Anlagen mehr, Wasser und Strom wurden von der Gemeinde gekappt. Doch nach wie vor kommen Migranten in Bihać an, um von hier aus zu versuchen, nach Kroatien zu gelangen.

Während die Frauen und Kinder auf andere Lager innerhalb der Stadt verteilt worden sind, werden die Männer von der Polizei nach Vučjak geleitet.

„Inakzeptabel“, aber von Dauer

Bürgermeister Šuhred Fazlić steckt in einer Zwickmühle. Einerseits steht er unter dem Druck der internationalen Öffentlichkeit, endlich das Lager aufzulösen. So hat der Chef der EU-Delegation in Bosnien und Herzegowina, Johann Sattler, am Freitag die umgehende Schließung des Lagers gefordert.

„Vučjak muss dringend geschlossen werden“, erklärte Sattler nach einem Treffen mit Lokalpolitikern. „Dieser Ort ist für die Unterbringung von Menschen ungeeignet und aus hygienischen Gründen inakzeptabel.“ Doch was mit den Migranten geschehen soll, konnte er auch nicht sagen.

Auf der anderen Seite will die Bevölkerung der weniger als 40.000 Menschen zählenden Stadt Bihać – 90 Prozent sind Bosniaken (bosnische Muslime) – keine männlichen Migranten aus Afghanistan, Pakistan, Syrien und Nordafrika. Vor allem Frauen fürchten Übergriffe.

Hinzu kommt, dass die Pachtverträge für die „regulären“ Lager Bira, Borić und Sedra, betrieben von internationalen Hilfswerken unter Leitung von IOM (International Organization for Migration) betrieben werden, auslaufen und ihnen die Schließung droht. Der Bürgermeister kann gar nicht daran denken, die Migranten aus Vučjak auf die Stadt zu verteilen.

Serbisches Dorf lehnt Alternativlager ab

Deshalb hat die Stadtverwaltung vorgeschlagen, ein neues, winterfestes Lager nahe dem 30 Kilometer entfernten Dorf Lipa bei Bosanski Petrovac zu errichten. Dieses Gebiet liegt auf einer fast menschenleeren Ebene. Doch dort regt sich Protest. Denn Lipa liegt zwar im Kanton Una-Sana, in der bosniakisch-kroatischen Föderation, ist aber von der Bevölkerung her ein serbisches Dorf. Und die Einwohner haben jetzt Unterstützung aus der serbischen Teilrepublik „Republika Srpska“ erhalten.

Die Serben fürchten die Migranten aus Nahost – obwohl es ironischerweise gerade die serbischen Behörden sind, in Serbien und der serbischen Teilrepublik in Bosnien und Herzegowina, die die Grenzen kontrollieren und die Migranten überhaupt erst nach Bosnien und Herzegowina reisen lassen.

Damit sind die Migranten in das Gestrüpp der bosnischen Politik geraten. IOM hatte schon vor Monaten vorgeschlagen, neue winterfeste Lager zu errichten, doch keine bosnische Gemeinde außer Sarajevo war bereit, die Leute unterzubringen.

So kampieren mittlerweile Hunderte von Migranten am Busbahnhof der ostbosnischen Stadt Tuzla. In einem Vorort Sarajevos, Hadžići, kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Einwohnern und Migranten, die Stimmung dort ist gekippt.

Viele Migranten versuchen nun, andere Wege „nach Europa“ zu finden. So hat die bosnische Polizei bei einer Verkehrskontrolle in der Nähe der westherzegowinischen Stadt Ljubuški 17 syrische und irakische Flüchtlinge in einem Lieferwagen entdeckt. Der Winter und die Zustände in Vučjak schrecken sie nicht ab.“

https://taz.de/Fluechtlinge-auf-dem-Balkan/!5636834/?fbclid=IwAR0ELGkJNcRj6JU0UX5hMV2JLAfuGgzHdR2YCc92_QdWHP3HD2tfmAHzXRMSchaut hin!
Das nennt man also „Menschlichkeit“…

Solche Bilder findet sich nicht nur in Bosnien, sondern in ganz Europa, überall in den neuen Menschenlagern Europas!Sollten die Menschen auf der Flucht die lebensgefährliche Flucht über das Mittelmeer geschafft haben, wobei Europa alles tut, damit sie das Land in Europa gar nicht erst lebend erreichen, dann landen sie in diesen Menschenlagen!

Nein, Flucht ist kein Verbrechen! Flucht ist ein Menschenrecht!
Als damals unzählige DDR-Bürger über die Grenze in den Westen flüchteten, befanden diese sich nicht in Lebensgefahr oder vor dem Verhungern, nur einmal zur Erinnerung! Trotzdem wurden sie aufgenommen!

Der Unterschied allerdings zu den Flüchtlingen damals
aus der DDR und den Flüchtlingen heute ist, dass wir höchstpersönlich die Fluchtursachen der heutigen Flüchtlinge sind!
Wir haben unseren Wohlstand auf dem Elend in den Heimatländer dieser Menschen gegründet!

Jetzt, wo es darum geht, die Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen, stehlen wir uns feige vor unserer Verantwortung davon, indem wir diesen Menschen einfach ihre Menschlichkeit absprechen und lassen sie im wahrsten Sinne des Wortes verrecken!

Inzwischen ist die Lebensrettung von Menschen,
denen das ertrinken im Mittelmeer droht, in Europa ganz offiziell verboten. Immer wieder werden Seenotretter die Menschenleben gerettet haben, dafür bestraft!

Ich finde keine Worte mehr, ich bin so leer. Ich schreibe seit Jahren, ich schreie seit Jahren gegen dieses Unrecht an, aber es hilft nichts, es hört sowieso niemand zu.
Es ist nur eine Minderheit, die hinschaut, es sind viel zu wenige, um etwas bewirken zu können. Das ist leider die bittere Realität.

Stattdessen übernehmen jetzt im Jahr 2019, in ganz Europa wieder die Faschisten.
Auch in Deutschland sitzen die Nazis bereits wieder in der Regierung!
Die Politik ist zu einer verlogenen und heuchlerischen Theaterbühne geworden, wo die größten Brandstifter und Verursacher diese Unmenschlichkeit und Steigbügelhalter der Faschisten sich als „Empörte“ inszenieren!

Diese unsagbares Verbrechen gegen die Menschen geschehen in Europa seit Jahren!
Der nächste Winter ist bereits da, es hat sich nichts geändert, im Gegenteil, es ist schlimmer geworden.
Ich hoffe so sehr, dass ich den Tag erleben darf, wo Europa für dieses unfassbare, größte Verbrechen gegen die Menschlichkeit des 21. Jahrhundert bezahlt!

Nein, es tut mir leid, ich habe keine Liebe, ich habe keine Sympathie mehr für dieses Europa.
Nicht die Politik hat versagt. Die Politik war noch nie für die Interessen der Menschen da, die Politik ist schon immer Machtinstrument des Kapitalismus! Für den Profit steigt die Politik im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen, das ist doch nichts Neues.

Die Zivilgesellschaft Europas, die Menschlichkeit der Bürger Europas hat versagt!
Wir haben es zugelassen!
In Europa dominieren die Ignoranz und der Narzissmus!
Hauptsache, mir geht es gut …Ganz nach dem Motto, was geht micht der Andere, was gehen mich meine Mitmenschen an?
Oder, wie heute morgen ein nahestehender Mensch zu mir sagte: „Ist doch alles nicht so schlimm, ich habe noch nichts mitbekommen“…
Sprich, was ich nicht sehe, gibt es auch nicht!
Das ist die europäische Zivilgesellschaft!
Augen zu  – Ohren zu –  Nichts gewusst!
💔
Look at it!
This is what is called humanity….
Such pictures you don’t only see in Bosnien, but you see them all over Europe!!
I can’t find words, i’m completely empty. This has been going on for years, the next winter is already here.

The only thing is left for me, to hope, that one day Europe will have to face the consequences for the biggest crime
they committed in the twenty-first century!
I have no more love, no more Sympathie for this Europe! 💔

Not politicians, but civilian humanity has failed in Europe!

2 Gedanken zu “„Flüchtlinge auf dem Balkan Kein Wasser, kein Strom, keine Heizung, kein Essen“”

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